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Unsere Lindenwerkstätten WfbM gibt es unter der Bezeichnung Werkstatt für behinderte Menschen seit dem 1.10.1990. Diese Werkstatt entwickelte sich aus einer Tagesstätte für behinderte Erwachsene.
Im Jahre 1992 wurde im Diakonissenhaus Borsdorf eine Werkstatt im ländlichen Bereich geschaffen, die später ihre Arbeit in einer Fabrikanlage der ehemaligen Wachstuchfabrik unter besseren räumlichen und arbeitstechnischen Bedingungen fortsetzte. Im Herbst 2002 erfolgte dann der Umzug in den Werkstattneubau. |
Der dritte Werkstattkomplex entsteht in Schkeuditz mit einem Neubau, welcher bis zum November 2006 fertig gestellt sein soll. Bis zum Umzug befindet sich die Werkstatt Schkeuditz in einer Interimslösung, einem ehemaligen Kindergarten. In den 3 Werkstattbereichen arbeiten gegenwärtig etwa 335 Menschen mit Behinderungen und haben eine ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechende Tätigkeit gefunden. Es gibt die verschiedensten Angebote in den Arbeitsbereichen Metall, Holz, Keramik, Wäscherei, Landschaftspflege, Gebäudereinigung, Elektro, Näherei, Landwirtschaft, Keramik sowie Papier/ Verpackung. |
| Neu aufgenommene Beschäftigte absolvieren, angelehnt an eine Lehrausbildung, einen Berufsbildungsbereich von ein bis zwei Jahren. Während dieser Zeit werden die neu aufgenommenen Beschäftigten mit allen Tätigkeiten, die unsere Werkstatt anbietet, vertraut gemacht. Sie werden an die Arbeit mit Maschinen herangeführt, Fähigkeiten, Fertigkeiten werden gefestigt, weiterentwickelt. Ziel des Berufsbildungsbereiches ist das Kennenlernen der Arbeitswelt, der Arbeitstechniken und verschiedenster Materialien, aber auch die Festigung der Persönlichkeit, Stärkung des Selbstwertgefühls und das gemeinsame Arbeiten in einer Gruppe. |
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Nach dem Abschluss des Berufsbildungsbereiches erfolgt der Einsatz unserer Beschäftigten auf einen ihren Neigungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechenden Arbeitsplatz innerhalb der Werkstatt oder auf einem Außenarbeitsplatz in der Landschaftspflege und der Landwirtschaft.
Die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter in den einzelnen Arbeitsbereichen sind fachspezifisch qualifizierte MitarbeiterInnen, Handwerksmeister und Ingenieure mit Sonderpädagogischer Zusatzausbildung. So versteht sich die Werkstatt für behinderte Menschen als leistungsfähiger Partner von Industrie, Handwerk und Dienstleister.
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Zusätzlich zum Arbeitsalltag unserer Beschäftigten in der WfbM gibt es Angebote als begleitende Maßnahmen zur Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit. So werden bewegungstherapeutische Angebote wie Reiten, Physiotherapie, Sport, Lese-, Schreib-, Gesprächsgruppen angeboten und monatlich ein Neigungstag durchgeführt.
Es wird auch gefeiert. Fasching, Weihnachten und Geburtstage sind Alltagshöhepunkte. Jährlich gibt es verschiedene Angebote für Ferienfreizeiten. Ein Tag der offenen Tür ermöglicht es Interessierten, Einblick in die Arbeit einer Werkstatt für behinderte Menschen zu nehmen und sich einen Überblick über das Berufsbild eines Gruppenleiters zu verschaffen.
Vorstellen möchten wir unsere zwei Einkaufsbereiche, das "Lindenlädchen" in Leipzig und unseren "Hofladen" in Panitzsch. In Leipzig können Sie Aufbau- und Gebrauchskeramik in den vielfältigsten Formen, Art und Farbe erwerben. Dazu besteht die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen einer Keramikwerkstatt zu werfen. Neben den Keramikprodukten werden noch Eigenprodukte aus Holz und Papier verkauft. Unser Hofladen in Panitzsch bietet verschiedenste Fleisch- und Wurstwaren, dazu Geflügel, Kaninchen, Enten, Gänse und Frischeier an. Produkte aus der Holz- und Keramikfertigung sind auch im Angebot.
Unter dem verlängerten Dach der WfbM in Leipzig gibt es eine Förder- und Betreuungsgruppe. In dieser Gruppe werden 6 erwachsene behinderte Menschen therapeutisch von zwei Heilerziehungspflegerinnen begleitet, gefördert und betreut. Diese Besucher sind von ihrem Leistungsvermögen so eingeschränkt, daß sie den Anforderungen, die in einer Werkstatt an sie gestellt werden, nicht schaffen. Schon der Wechsel vom häuslichen Milieu in die Gruppenräume der Förder- und Betreuungsgruppe und das Dabeisein im Werkstattgetriebe (Geräusche, Gerüche, etc.) schafft Anregungen, weckt Aufmerksamkeiten und Neugier. Sehr wichtig ist dabei die ganzheitliche Förderung und Betreuung. Ebenso zu beachten ist eine Entlastung der Eltern im Alltag.
Alles im allen ist eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen ein Ort, der vielen behinderten Menschen Lebensinhalt, Gemeinschaft und Sicherheit gibt sowie das Selbstwertgefühl des Einzelnen steigert. "Ich gehe in eine Werkstatt arbeiten - das macht mich wertvoll!"
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